mit 3D-Scannern
Die MAHA SE & Co. KG, ein deutscher Hersteller von Werkstatt- und Fahrzeugprüfgeräten, nutzt 3D-Messtechnik zur Prüfung und Justierung von Schweißvorrichtungen, die in ihren Produktionsprozessen zum Einsatz kommen.
Um einen veralteten taktilen Messarm zu ersetzen und die Messmöglichkeiten zu verbessern, führte das Unternehmen einen Kreon-Messarm mit 3D-Laserscanner ein.
Dieses System wird mittlerweile täglich in der Abteilung Sonderfertigung des Unternehmens zur Vorrichtungsprüfung, Prototypenvalidierung und gelegentlichen Reverse-Engineering-Aufgaben eingesetzt.

MAHA fertigt und wartet Vorrichtungen, die bei der Fertigung von mechanischen Bauteilen und Baugruppen eingesetzt werden. Diese Vorrichtungen gewährleisten, dass die Teile während des Fertigungsprozesses korrekt positioniert bleiben. Allerdings können verschiedene Faktoren die Geometrie der Vorrichtungen im Laufe der Zeit beeinflussen:
Aufgrund dieser Faktoren müssen Vorrichtungen in mehreren Phasen ihres Lebenszyklus überprüft werden:
Das MAHA-Team entdeckte die 3D-Messtechniklösungen von Kreon auf der Fachmesse Control. Nach Gesprächen mit Kreon-Spezialisten und der Bewertung der Systemleistung entschieden sie sich für eine Kreon Scan-Arm-Lösung in Kombination mit der PolyWorks-Software für Messung und Datenverarbeitung.
Das System wurde vor allem aufgrund seines Preis-Leistungs-Verhältnisses als Ersatz für den bisherigen taktilen Messarm des Unternehmens ausgewählt. Die Messtechniker von MAHA nutzen das System für eine Vielzahl kritischer Anwendungen.
Die mit diesen Vorrichtungen hergestellten Teile werden ebenfalls auf Abweichungen geprüft, die durch Folgendes verursacht werden:
Die typischen Anforderungen an die Messgenauigkeit hängen von der technischen Zeichnung des Bauteils ab, liegen aber im Allgemeinen bei etwa 0,1 mm.
Bei komplexen Baugruppen ist der Prozess oft iterativ. Eine Vorrichtung wird geprüft, modifiziert und zur Herstellung eines Teils verwendet; dieses Teil wird dann geprüft, und die Vorrichtung wird weiter optimiert, bis das Endprodukt perfekt den Spezifikationen entspricht.
Die Hauptanwendung liegt in der Prüfung von Schweißvorrichtungen, die häufig verstellbare Positionierelemente wie verschraubte Halterungen enthalten. Wenn sich Teile in der Vorrichtung verklemmen, müssen die Bediener mitunter Kraft aufwenden, um sie zu lösen, wodurch sich diese Positionierelemente verschieben können. Messungen ermöglichen es den Technikern zu überprüfen, ob die Geometrie der Vorrichtung innerhalb der zulässigen Toleranzen bleibt.
Durch das Scannen der Vorrichtungen ist es auch möglich, Schweißroboter offline zu programmieren, insbesondere wenn keine CAD-Daten der Vorrichtungen vorhanden sind.

In bestimmten Fällen werden spezielle Baugruppen unter Last gesetzt, um ihre Verformung bei 0 %, 100 % und 150 % ihrer vorgesehenen Last zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Abweichung in der Position der Baugruppe innerhalb bestimmter Normen und Vorschriften bleibt.
Einer der Hauptvorteile, den das MAHA-Team nennt, ist die Falschfarb-Analyse. Die PolyWorks-Software generiert eine Farbdarstellung, die die schnelle Erkennung von Abweichungen auf der gesamten Oberfläche eines Bauteils ermöglicht.
Bei Sonderanfertigungen oder Einzelteilen, für die keine Fertigungsvorrichtung existiert, ergänzt das System in diesen Fällen die Fachkompetenz des Bedieners durch eine zusätzliche messbasierte Überprüfung vor der Weiterverarbeitung.
Die Integration des Kreon 3D-Messsystems hat den Qualitätskontroll-Workflow von MAHA wie folgt optimiert:
Der Skyline Open 3D-Scanner ermöglicht die Prüfung ganzer Bauteile durch CAD-Vergleich, was mit dem bisherigen taktilen Messsystem des Unternehmens nicht möglich war.
MAHA SE & Co. KG ist ein führender Hightech-Hersteller von Fahrzeugprüf- und Werkstattausrüstung. Das Produktportfolio umfasst Prüfstände, Hebebühnen und diverse Diagnosegeräte für Pkw, Nutzfahrzeuge und Motorräder. Mit einer eigenen Sonderfertigungsabteilung konzentriert sich MAHA auf die Entwicklung und Fertigung präzisionsgefertigter Lösungen, die auf die sich wandelnden Bedürfnisse der globalen Automobilindustrie zugeschnitten sind.